Für wen ist das?

Der Gesetzgeber sagt, Einzelintegration ist eine Maßnahme für Kinder mit Behinderung oder Kinder, die von Behinderung bedroht sind. Behinderung wird dabei so definiert: Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist. (Sozialgesetzbuch IX, § 2, Abs. 1)

Es kann sich also um eine Geistige Behinderung, Körperbehinderung, Lernbehinderung, Sinnesbehinderung (Hören, Sehen), Sprachbehinderung, Verhaltensstörung oder Mehrfachbehinderung handeln. Viele dieser Behinderungen oder „Funktionsbeeinträchtigungen“ sind eindeutig zu diagnostizieren. Es kommt jedoch häufig vor, dass durch Verhaltensauffälligkeit, Wahrnehmungsstörungen und Entwicklungsverzögerungen die Gefahr einer Teilhabebeeinträchtigung besteht, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.

Folgende Fragen können Ihnen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen:

  • Reicht die individuelle Förderung durch Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie oder Frühförderung?

  • Zeigt sich die Beeinträchtigung vor allem in der Gruppe?

  • Ist das Kind in die Gruppe integriert, hat Freunde und wird akzeptiert?

  • Benötigt das Kind eine intensive, regelmäßige und individuelle Begleitung, um seine Beeinträchtigung/Behinderung zu kompensieren?

  • Kann der Förderschwerpunkt am besten in der Gruppe / in Alltagssituationen bearbeitet werden?

  • Wozu wird eine zusätzliche externe Fachkraft benötigt?