Eindrucksvoller Vortrag in der Mittelschule Burgsinn 

Am Montagnachmittag, dem 23.10.2017, hielt die Diplom-Heilpädagogin Heike Brandl aus Lohr einen eindrucksvollen Vortrag vor 34 gespannt lauschenden Lehrern und Lehrerinnen aus umliegenden Grund- und Mittelschulen.

„Eine Wortprobe ist wie eine Weinprobe“, erklärte die Referentin. „Lassen Sie sich die folgenden Wörter auf der Zunge zergehen und spüren Sie, welche Gefühle sie in Ihnen auslösen.“ Die Teilnehmer stellten fest, dass viele angenehme, schöne Wörter kaum zu ihrem aktiven Wortschatz gehören. Die Wörter „schnell“ und „müssen“ werden jedoch täglich häufig eingesetzt, obwohl sie spürbar Anspannung und Hektik auslösen.

 

So stellte die Referentin das Kommunikationskonzept „Lingva Eterna“ vor, welches sie als Fachdozentin und Coach sehr überzeugend erklärte.

 

Für ihren Unterrichtsalltag könnten sich die Lehrer auf diese drei Säulen stützen: Präsenz, Klarheit und Wertschätzung. Präsenz zeigten sie nach Frau Brandl dadurch, dass sie einen Schüler mit seinem Namen ansprechen, ihn anschauen und einen Atemzug Pause machen, bevor sie die inhaltliche Botschaft formulieren – im Kommunikationskonzept die „3 A“ genannt. Klarheit erhalte die Lehrersprache dann, wenn die Satzarten richtig verwendet werden: eine Anweisung im Tonfall der Frage moduliert, verwirre den Schüler und führe selten zum gewünschten Ergebnis. Schließlich seien die Lehrer auch für die Atmosphäre in der Klasse verantwortlich: Durch eine freundliche und liebevolle Sprache, den Verzicht auf Vokabular, dessen Herkunft eine kriegerische ist, durch die aktive Verwendung von Wörtern wie „friedlich“ zeigten sie den Kindern ihre Wertschätzung.

 

Ein „zufriedenes“ Gefühl konnten die Teilnehmer der Lehrerfortbildung auch mit nach Hause nehmen. Bei manchen wurde bereits die Frage nach einer Fortsetzung laut.

Die Lehrerfortbildung durch Frau Brandl wurde von „Lingua Eterna“ ko-finanziert.

 

Autorin: Johanna Tauer-Söllner

Vortrag über Kommunikation an Schulen

Pressebericht vom Vortrag am 23.10.2017 in Burgsinn

 

https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Vortrag-ueber-Kommunikation-an-Schulen;art768,9779242

 

 

 

 

Presseartikel Bindung vom 13.03.2017

 

Zwei Tage befasste sich das Team des Kindergartens St. Franziskus in Lohr-Wombach mit dem Thema Bindung. Die Referentin Diplom-Heilpädagogin (FH) Heike Brandl erklärte abwechslungsreich und anschaulich was Bindung für uns Menschen bedeutet, wie sie zwischen dem kleinen Kind und Eltern entsteht und sich schließlich zu den Erzieherinnen im Kindergarten entwickelt. Das Team erarbeite, wie entscheidend die Eingewöhnungsphase in der Krippe und im Kindergarten ist und wie wichtig es ist, dass Eltern diese Zeit geduldig abwarten. Anhand von Fallbeispielen übertrugen die Erzieherinnen das theoretisch Gelernte in die Praxis.

 

Was ist jedoch, wenn es Probleme gibt? Kinder, die unsicher gebunden sind oder sogar eine Bindungsstörung haben, brauchen ein hohes Maß an Zeit, Zuwendung und ergänzenden pädagogischen Maßnahmen. Feinfühligkeit war das Schlüsselwort, welches das Team über die beiden Tage begleitete. Doch auch Vertrauen, trösten und unterstützen, Vorbild sein, Humor und eine achtsame Sprache im Umgang mit den Kindern sind wichtige Bausteine zum Aufbau und zur Stärkung der Bindung zwischen Erzieherin und Kind.

 

Bindung ist übrigens die Grundlage für Bildung: Das Kind ist nur frei, sich mit Neuem zu befassen, also zu lernen, wenn es sich sicher und geborgen fühlt – und das ist unabhängig vom Alter.

(Bild und Text: Kindergarten St. Franziskus Lohr-Wombach)

 

"Mit zehn Tipps zur klareren Kommunikation "

Pressebericht vom Vortrag am 30.03.2017 in Wombach

 

http://www.main-echo.de/4465360